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Initiative für Fachkräfteakquise und -entwicklung in Marchtrenk gestartet!

Die Regionalmanagement OÖ GmbH, die Plattform „Betriebe und Qualifikation“ und das Standortmarketing Marchtrenk luden unter dem Motto „Wanted: Fachkräfte für eine starke Region Wels“ zu einer gut besuchten Informations- und Diskussionsveranstaltung.

Wie kann es gelingen, die Region Wels als attraktiven Lebensmittelpunkt für Mensch und Arbeit zu positionieren und dadurch vermehrt Fachkräfte anzuziehen? Diese Frage stand im Fokus einer Veranstaltung, zu der die Regionalmanagement OÖ GmbH am 25. Jänner in die Firma Trotec Laser GmbH geladen hatte. Mitveranstalter des Abends war die im Rahmen des RMOÖ-Projektes „Willkommen Standort OÖ“ entstandene Plattform „Betriebe und Qualifikation“. Dort bemühen sich Arbeitgeber aktiv um ihre Fachkräfteakquise und –entwicklung sowie die Einbindung von zugewanderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Gerade diese Einbindung bzw. deren Herausforderungen, Risiken und Chancen sind auch zentrale Inhalte jener Interviews, die wichtiger Bestandteil des Projektes „Willkommen Standort OÖ“ sind. Rund 100 solcher Interviews mit Rück- und Zuwanderern wurden bereits geführt und wissenschaftlich analysiert, über das Ergebnis dieser Analyse referierte bei der Veranstaltung Isabella Skrivanek von der Donau-Uni in Krems. „Die Bleibemotive für Rück- und Zuwanderer in eine Region sind die Wohnsituation, die Bildungsmöglichkeiten, das Sport- und Kulturangebot, die medizinische Versorgung, die Erreichbarkeit der Region sowie die soziale Integration in die Gesellschaft“, erklärte Skrivanek.

Der Arbeitsplatz sei zwar nach wie vor der bestimmende Faktor für Rück- und Zuwanderer, sogenannte Standort-und Kontextfaktoren (siehe oben) sollten jedoch keinesfalls unterschätzt werden. „Im Gegenteil. Jede Region ist gut beraten, diese Faktoren und auch ihr Informationsmanagement für potenzielle zu- und rückgewanderte Fachkräfte zu verbessern. Beispielsweise mit Willkommens-Mappen oder Bürgermeisterbriefen“, so Skrivanek.

Das aber nicht nur Regionen und ihre Gemeinden, sondern natürlich auch Unternehmen entsprechende Maßnahmen erarbeiten und umsetzen müssen, um Fachkräfte zu holen und zu halten, verdeutlichte das Referat von Heinz Schulze. Der Geschäftsführer der Schneegans Freudenberg Silicon GmbH ist Mitglied der Initiative „Lebensraum Ennstal“ und maßgeblich am Wandel einer einstigen Problemregion zur gelungenen Arbeitgeber-Region beteiligt. „Unsere Initiative besteht derzeit aus 70 Unternehmen und acht Gemeinden, die in dieser Sache alle an einem Strang ziehen“, erklärte Schulze. Die Region drohte der Landflucht und des demografischen Wandels wegen zu überaltern, diese Negativspirale bekämpften und bekämpfen Schulze und seine Mitstreiter. „Wir fördern mit Schulprojekten und Lehrlingsinitiativen regionale Talente, steigern unter dem Motto ‚Da will ich sein‘ das regionale Selbstbewusstsein und forcieren die nachhaltige Bewusstseinsbildung für die Wirtschaft, die Natur und die Lebenskraft unserer Region“, nannte Heinz Schulze einige Beispiele. Weitere Infos: www.lebensraum-ennstal.at

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese Initiative bei Trotec, einem unserer wichtigen Leitbetrieb in Marchtrenk, starten konnten. Die Stadtgemeinde Marchtrenk möchte unsere Betriebe mit dieser Auftaktveranstaltung bei der Suche nach Fachkräften tatkräftig unterstützen“, so Bürgermeister Paul Mahr.